Dippoldseggersbach im Dezember 2002

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Unsere Schlagzeilen: 

Wozu brauchen wir ’nen Ruprecht? 
Endlich gefunden 
Neue Wege  
Warnung   
Der Winter steht vor der Tür  
Weihnachtsvorbereitungen
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Nach oben Wozu brauchen 
 wir 'nen Ruprecht?

Bald nun ist Weihnachtszeit, auch in Dippoldseggersbach. Natürlich ist in diesem modernen Städtchen niemand so kindisch und glaubt ernsthaft an den Weihnachtsmann. Das liegt daran, dass sich Knecht Ruprecht schon lange nicht mehr hier sehen ließ.
Nun fehlt es den Dippoldseggersbachern keineswegs an der für diesen Kinderglauben unabdingbar notwendigen Romantik. Im Gegenteil. Fast jedes Heim strotzt nur so vor sprichwörtlicher Gemütlichkeit. "Trautes Heim, Glück allein" oder "Ist mein Haus auch schlicht und klein, genügt es doch zum Glücklichsein", solche und ähnliche Sprüche prangen an fast jeder Haustür und unterstreichen unübersehbar den Sinn der Bewohner für ihr kloanes Stückel heile Welt. Diese hört allerdings auf, wenn jemand mit von Straßenschmutz überzogenen Schuhen kommt. "Hax'n abkratzen" heißt es mit drohendem Unterton und durch kompromissloses Ausrufezeichen bekräftigt gleich neben der Aufforderung "Tritt ein, komm rein, bring Glück herein". Schmutzige Stiefel, wie sie der Weihnachtsmann nun einmal durch seinen langen Weg durch den Wintermatsch hat, zählen nicht unter Glück.
Nur ein kleines Hindernis, aber es kommt noch dicker. Hat sich Knecht Ruprecht mit seinem Sack voller Geschenke durch die Tür und an einem wahren Dickicht von Strohsternen - die Nächstenliebe der Bewohner symbolisierend - vorbei gezwängt und will sein Sprüchlein aufsagen "Von drauß' vom Walde blablabla" unterbricht ihn ein strenger Blick der Wohnungsinhaber und ein dezenter Wink hin zum nächsten Schildchen, welches besagt: "Du wirst lachen, die Türe die geht zu zu machen!". Er, der Ruprecht, hat keine Hand mehr frei, versucht mit der Stiefelspitze der Tür den entscheidenden Stoß zu geben, wirft dabei eine kitschige Vase um, auf deren Vorderseite ein Hirschlein durch eine Sprechblase "Schönen Gruß vom Schwarzwald" röhrt und auf deren Rückseite "Made in Taiwan" steht, und das war dann sozusagen die Bescherung.
Den wunderschönen, mit Gold-Lametta ganz und gar überzogenen künstlichen Weihnachtsbaum, der auf dem Polenmarkt nur achtfuffzig gekostet hat, kriegt er gar nicht mehr zu Gesicht. Noch völlig verwirrt von so viel stubenreiner Gemütlichkeit setzt sich der Ruprecht in ein Wirtshaus, um mit flackerndem Blick auf seinem Tisch ein handgeschnitztes Schild zu lesen: "Hier sitzen die, die immer hier sitzen!" Das hat er genauso übersehen wie vor dem Wirtshaus das Schild, welches besagt: "Reserviert für die Geschäftsleitung" und genau dort hat er seinen Schlitten abgestellt. Daneben steht "Einfahrt frei halten" und da er beim besten Willen so eine schwere Einfahrt nicht auch noch frei halten kann, muss er sich in seinen Schlitten setzen und davon traben.
Nein, so etwas muss sich der Weihnachtsmann wirklich nicht antun. Deshalb kommt er nicht mehr nach Dippoldseggersbach und deshalb glauben die Dippoldseggersbacher auch nicht mehr an ihn. Sie haben auch so genug Ärger mit dem ganzen Weihnachtsstress.

Ronald Willmann 

Nach oben     Endlich gefunden

War sehr lange im alten StadtarchivNeulich brachten Mitarbeiter der Endlich freigelassen ...Stadtverwaltung Ordnung ins alte Archiv und stellten fest, dass der letzte Besucher doch schon sehr lange dort verweilt.

Das war auch Anlass, gleich mal im ehemaligen Stadtgefängnis nachzusehen. Und auch hier konnte nun endlich der letzte Gefangene nach Absitzen seiner Strafe entlassen werden.


Nach oben     Neue Wege

Sonderparken vor der Stadtgeht die Dippoldseggersbacher Stadtverwaltung bei der Beseitigung der Parkplatznot. So wurde jetzt vor den Toren der Stadt eine Sonderparkmöglichkeit eingerichtet. Den Kraftfahrern wird empfohlen, bei dessen Nutzung für den ca. 2-stündigen Fußmarsch ins Zentrum ausreichend Verpflegung mitzuführen.


Nach oben Warnung 

"kleines" grünes MännleinIntensives und pausenloses spielen am Computer kann dazu führen, dass man kleine grüne Männlein sieht. Und je länger man spielt, desto größer werden diese.


Nach oben Der Winter steht vor der Tür

Streuen nicht vergessenund damit beginnt auch wieder die leidige Streupflicht. Wir empfehlen schon jetzt mit dem Streuen zu beginnen, damit man dann in der Kälte nicht heraus muss. 


Nach oben Weihnachtsvorbereitungen

Hoffentlich sieht der Weihnachtsmann diese Kamine...auch bei der Dippoldseggersbacher Unterwelt. In Erwartung des Nicolaus und des Weihnachtmannes hat sich auch die Unterwelt von Dippoldseggersbach gut vorbereitet und die Kamine geöffnet.  Die Schuhe und Stiefel sind aufs feinste geputzt und alle Wunschzettel rechtzeitig abgegeben.


Strom nicht vergeuden

Sparsamer Umgang mit StromAls vor kurzem alle Dippoldseggersbacher gleichzeitig einen Test ihrer Weihnachtsbeleuchtungen durchführten, brach wegen der totalen Überlastung die Stromversorgung völlig zusammen. Deshalb wurde sofort eine Weihnachtsbeleuchtung für alle installiert und darum gebeten, sich doch wieder auf normale Kerzen zu besinnen. alternative StromversorgungDies hat außerdem den Vorteil, daß selbst ohne Strom ein festlicher Lichterschein gewährleistet ist. Wer unbedingt auf seine elektrischen Beleuchtung besteht, muß selber für eine ausreichende Energiezufuhr sorgen. Je 10 Watt Leistung ist eine halbe Stunde "Pusten"  angesagt!


 

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